Mitglieder

Auf dieser Seite stellen sich unsere Mitglieder vor. Wenn du Fragen hast, kannst du dich persönlich an uns wenden. Wir stehen dir gern für ein Telefon- oder Skypegespräch zur Verfügung. Du kannst auch Mitglieder in deiner Nähe kontaktieren, um ein persönliches Treffen zu arrangieren.

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Shavu…

war 2013/14 mit Volunta Hessen in Ruanda.

wohnt in Köln.

shavu@weltwaertsincolor.de

Ich habe 1 Jahr in Ngarama, einem kleinen Ort im Osten Ruandas, in 2 Schulen gearbeitet.

Für mich war mein weltwärts-Jahr sehr prägend für meine jahrelange Identitätssuche, da ich nach Ruanda, in das Herkunftsland meines Vaters gefahren bin.

Seit meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich bei Network Inclusion Leaders teilgenommen, engagiere mich bei Weltwärts in Color und habe im Sommer 2015 den Verein SJID – Schwarze Jugend in Deutschland mitgegründet und bin dort stellvertretende Vorsitzende.

 

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Makda…

war 2012/13 mit dem DRK-Kreisverband Münster in Tansania.

wohnt in Mainz.

makda@weltwaertsincolor.de

Ich studiere seit Oktober 2013 Politikwissenschaften und Ethnologie an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz. Davor verbrachte ich ein Jahr in Dar es Salaam, Tansania, wo ich meinen weltwärts- Freiwilligendienst beim tansanischen roten Kreuz absolvierte. Seit Juli 2014 bin ich Referentin des autonomen AlleFrauen*referats des AStA der Universität Mainz. Mein thematischer Schwerpunkt liegt auf intersektionale Diskriminierungserfahrungen von Frauen* of Color. Weiterhin bin ich in der People of Color Hochschulgruppe aktiv, welche ich im November 2014 mit zwei weiteren Studentinnen gründete. Die Gruppe dient als Plattform für Studierende of Color, die Bedarf nach Austausch, Vernetzung und Empowerment haben. Wegen meiner Arbeit in der People of Color Hochschulgruppe hatte ich bereits die Möglichkeit an der Sommerkonferenz 2015 der NUS Black Students Campaign als Podiumsteilnehmerin über die Relevanz von autonomer Selbstorganisation von Studierenden of Color zu sprechen. Ich bin außerdem Gründungsmitglied des Vereins Schwarze Jugend in Deutschland.

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Manzi…

war 2013/14 mit dem Welthaus Bielefeld in Mexiko.

wohnt in Bayreuth.

manzi@weltwaertsincolor.de

Ich habe mein Weltwärtsjahr in einer Kinder- und Jugendtagesstätte in einem marginalisierten Teil der mexikanischen Stadt San Cristóbal de las Casas absolviert. Neben Hausaufgabenhilfe, Sport- und Musikangeboten für die Kinder gehörte zu meinen Aufgaben auch eine kindgerechte politische Vorerziehung. Dort beschäftigten wir uns u. A. mit den Themen Kinderrechte und Rassismus.

Obwohl meine eigenen Wurzeln nicht in Mexiko, sondern in Ruanda liegen, konnte ich dadurch – zum ersten Mal in meinem Leben in einer nicht-Weißen Mehrheitsgesellschaft zu leben – eine neue Sichtweise auf meine Rassismuserfahrungen in Deutschland und meine Identität gewinnen.

Ich hatte das Glück, dass das Welthaus Bielefeld (im Gegensatz zu vielen anderen Entsendeorganisationen) bereits sehr reflektiert mit dem Thema Rassismus umgeht. Beispielsweise fand bei meinem Rückkehrseminar ein Empowerment-Workshop für People of Color statt. Auch deshalb engagiere ich mich mittlerweile als Teamer bei der Begleitung der Weltwärtsfreiwilligen im Welthaus.

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Nadja…

war 2012/13 mit der GIZ in Ruanda.

wohnt in Berlin.

nadja@weltwaertsincolor.de

Ich war 2012/13 mit der GIZ in Ruanda. Ich hatte mich für das Land entschieden, da ich mehr über das Herkunftsland meines Vaters wissen und meine ruandischen Verwandten kennenlernen wollte. Auf dem Vorbereitungsseminar tauschte ich mich unter anderem mit Marvin und Bené aus. Es war für mich das erste Mal, mich wirklich mit meinen Erfahrungen rassistischer Diskriminierung in Deutschland auseinander zu setzen. Aber ich hatte auch viele Fragen, wie in Ruanda wohl auf mich reagiert werden würde. Die Gruppe hat mir während meines Jahres aber auch danach sehr geholfen. Ich war nie mit meinen Fragen allein.

Jetzt studiere ich Biochemie an der FU Berlin, kehre aber regelmäßig nach Ruanda zu meiner Familie zurück. In meiner Freizeit arbeite ich für Ruanda Connection und Weltwärts in Color.

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Marvin…

war 2012/13 mit der GIZ auf den Philippinen.

wohnt in Mannheim.

marvin@weltwaertsincolor.de

Ich bin Marvin. Von Anfang September 2012 bis Ende August 2013 wurde ich von der GIZ weltwärts nach Manila auf die Philippinen entsendet. Ein Segen stellte für mich rückblickend die breite finanzielle Aufstellung der GIZ dar, denn dadurch wurde es mir und den anderen Freiwilligen auf dem Vorbereitungsseminar ermöglicht, einen ganzen Tag lang über das Thema (Anti-) Rassismus zu diskutieren und zu reflektieren. Der Rahmen wurde dabei durch einen Empowerment- und Critical-Whiteness-Training vom phoenix e.V. gestellt. Dieses Empowerment-Training verkörpert bisher in meinem Leben ein einzigartiges Erlebnis. Zum ersten Mal „hörten“ mir Weiße Freiwillige zu während ich von alltäglichen diskriminierenden Situationen erzählte, zum ersten Mal „sahen“ Weiße Freiwillige die andere Realität, meine rassistisch geprägte Realität als Schwarzer Deutscher in Deutschland, und zum ersten Mal „fühlte“ ich mich beim Erzählen gut und nicht allein, denn ich teilte die selben Erfahrungen wie die anderen PoC-Freiwilligen des Seminars. Genau diese PoC-Freiwilligen gründeten nach dem Freiwilligendienst „Weltwärts in Color“. Ich bin stolz und dankbar dafür, denn genau das hat mir nach dem Freiwilligendienst gefehlt. Ein eigener – „unser“ – Rückzugsraum, mit viel Platz für Ideen und Verbesserungen. Bemerkt habe ich das aber erst, nachdem ich unglaublich bestärkt und beeindruckt von meinem ersten Weltwärts in Color-Treffen zurückgekehrt bin.

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Bené…

war 2012 mit der GIZ in Kamerun.

wohnt in Wuppertal.

bene@weltwaertsincolor.de

Nachdem mein Bruder einen Freiwilligendienst in Nicaragua absolviert hat, interessierte ich mich auch für diese Möglichkeit, ein Jahr im Ausland zu verbringen. Für mich war schnell klar, dass ich in ein Westafrikanisches Land reisen möchte. Grund dafür war meine Herkunft. Mein Vater ist Nigerianer, meine Mutter weiße Deutsche. Die Frage nach meiner Identität, war für mich eine der größten Motivation, weltwärts zu gehen. Nach meiner Rückkehr habe ich einige Praktika im Bildungsbereich absolviert und mich dann 2013 dazu entschlossen Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie und Erziehungswissenschaft in Frankfurt am Main zu studieren. Mein Bachelorstudium habe ich im Sommer 2016 abgeschlossen und studiere zur Zeit im Masterstudium,  Bildungstheorie & Gesellschaftsanalyse in Wuppertal. Während meiner Zeit in Frankfurt am Main war ich bei der ISD (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland) aktiv. Seit meiner Rückkehr widme ich mich besonders Weltwärts in Color, diese Initiative habe ich zusammen mit einer Freundin gegründet.

Amalia

 

 

Amalia…

war 2012/13 mit EIRENE in Nicaragua.

wohnt in Frankfurt am Main.

amalia@weltwaertsincolor.de

Nach dem Abitur habe ich mich dafür entschieden einen Friedensdienst in Nicaragua, meinem Geburtsland, zu absolvieren und habe mit EIRENE die Möglichkeit dazu bekommen. Leider war das nicht selbstverständlich, da weltwärts-Freiwillige nicht in ihr sogenanntes „Heimatland“ reisen dürfen. Ich habe nie in Nicaragua gelebt und erachte Deutschland als meine Heimat, dennoch wurde mir die Möglichkeit nach Nicaragua zu reisen mit anderen Entsendeorganisationen verwehrt. Dies war einer der Gründe, warum ich angefangen habe, mich bei Weltwärts in Color engagieren.

Während meines Friedensdienstes habe ich bei der Frauenrechtsorganisation „Grupo Venancia“ in Matagalpa, einer kleinen in den Bergen gelegenen Stadt Nicaraguas, gearbeitet. Für mich war das Jahr in erster Linie ein Lernjahr, indem ich mich fachlich und persönlich weiterentwickeln konnte, aber auch über meine Position als Deutsche im Ausland reflektieren konnte.

Heute studiere ich in Frankfurt a.M. Soziale Arbeit: Transnational und versuche nicht nur im weltwärts-Kontext, sondern insbesondere an meiner Hochschule, Menschen für das Thema Rassismus zu sensibilisieren.